Donnerstag, 28. Juli 2016

Ausstellung: Friedrich Rückert - Der Weltpoet in Erlangen

 Dr. Friedrich Rückert
Es gibt kaum einen Dichter, der sich so, wie Friedrich Rückert (1788-1866), in andere Sprachen hineindenken konnte - und der in der heutigen Zeit so wichtig wäre. „Weltpoesie allein ist Weltversöhnung“, steht in großen Lettern an der gelbleuchtenden Wand des Stadtmuseums in Erlangen, das zur Zeit den bedeutenden deutschen Orientalisten und Weltpoeten in der Ausstellung „Der Weltpoet“ würdigt. Erster Höhepunkt im laufenden Rückertjahr, war die gestrige Veranstaltung „Der Poet über die Kulturen“ im Brunnensaal des Stadtmuseums.



Orientalische Gedichte und Klänge
Eingeladen hatten Angehörige des Erlanger Lehrstuhls für Orientalische Philologie und Islamwissenschaft unter der Leitung von Professor Dr. Georges Tamer. Für die musikalische Begleitung sorgte Gilbert Yammine mit seinen harmonischen Klängen, virtuos gespielt auf dem Qanun. Gedichte in Arabisch und Persisch wurden im Original und anschließend in der Übersetzung Rückerts vorgetragen. Prof. Tamer löste Erheiterung beim Publikum aus, als er sagte: „Humor ist sehr nötig im Iran.“, womit er den Humor im persischen Gedicht ankündigte.
Der Abend begann mit Rezitationen von Rückerts Poesie für seine Frau Luise, „Entschuldigung des Persönlichen“, einem Gedicht vom Mai 1848: „Die Freiheit ist ein hohes Wort…“ aus seiner Zeit in Berlin.


Der Weltpoet
Phantasie und Realität des Orientbildes
Prof. Dr. Tamer stellte den Orientalisten Rückert vor und bezog sich auf die Zeit Rückerts in Erlangen. Für ihn ist Friedrich Rückert einer der großen Orientalisten des 19. Jahrhunderts und ein ausgewiesener Kenner der orientalischen Dichtung.
Deutschlands und Europas Dichter und Denker waren von einer „Konzentration auf den Orient“ erfasst, die sich mit eigenen Fantasien vermengten und den Orient als exotisch, zauberhaft, fantastisch, heroisch und mystisch deuteten, aber zugleich die Realität verfehlten. Mit der Annahme, dass die „Urmythologie aus dem Orient“ stammt, stimmte auch Rückert mit seinen zwei Dramen „Die Türkin“ und „Der Scheintod“ in das allgemeine Orientbild der damaligen Zeit ein. Doch je mehr er sich mit den orientalischen Sprachen beschäftigte, umso ernsthafter wurde der Respekt vor dem Orient. Rückert spricht nun von Tapferkeit, Klugheit, Gerechtigkeit und betont die Gerechtigkeit, Weisheit und das Menschliche der Bewohner des Orients.


Friedrich Rückert überträgt persische Poesie
Durch die Übertragung persischer Poesie lernt er den Mystiker und Sufi Mewlana Dschalalluddin Rumi und seine Gedichtform, die Ghaselen kennen und wird dadurch zu eigenen Ghaselen inspiriert. Er kam zu dem Schluss, dass man in den „Muslimen nicht den Andersgläubigen, sondern den Menschen sehen“ soll. 1817 las man aus Angst vor der Religion auch andere Gedichte über den Islam. Rückerts Beschäftigung mit der Poesie stellt für ihn die Voraussetzung für Völkerverständigung dar, „die Seelensprache eines Volkes ist die Poesie.“

Sprachgenie Rückert
Rückert war der einzige, der die orientalischen Sprachen wirklich lernte. Von 1820 bis 1826 beschäftigte er sich mit einer poetischen Koranübersetzung. Friedrich Rückert war ein gelehrter Dichter und wurde in Erlangen ein dichtender Gelehrter. „Der Poet war ein besserer Wissenschaftler..“ resümierte Prof. Dr. Tamer zum Abschluss über Rückert als Orientalist.

Rezitationen
Im Anschluss wurden ausgesuchte Gedichte aus der vor- und frühislamischen Zeit in Arabisch, Persisch und ein persisches Gedicht Rumis interpretiert. Die Vortragenden legten ihre Gefühle in die Zeilen über die Liebe und die Seele, wie es nur Muttersprachler vermitteln können. Voll Inbrunst trägt Dr. Salah Ati Fakhry (Irak) die arabischen Originale vor, die von den begleitenden Qanunklängen getragen wurden - ein Genuss für die Zuhörer des wundervollen, etwas zu kurzen Abends.

Friedrich Rückert - Leben
Dr. Friedrich Rückert wurde 1788 in Schweinfurt geboren. Mit seiner Frau Luise und zehn Kindern lebte er von 1826 bis 1841 in Erlangen und lehrte Orientalistik als ordentlicher Professor an der Universität. Von 1841 bis 1848 lehrte er in Berlin, aber 1849 bittet er um Pensionierung und kehrt nach Franken zurück. Bis zu seinem Tode 1866 lebte und arbeitete Rückert in Neuses.
Keiner seiner Dichterkollegen oder Gelehrten seiner Zeit übertrugen Poesie und Texte aus 44 Sprachen, darunter so schwierige wie Arabisch, Persisch, Berbersprachen, Sanskrit oder Chinesisch. Er lebte in Zeiten des Umbruchs, doch er war ein offener Mensch und anderen Kulturen zugetan.
Zu seinem 150. Todestag hat die Rückert-Gesellschaft in Schweinfurt das Rückert-Jahr ausgerufen.


Im Stadtmuseum Erlangen
Weitere Veranstaltungen im Stadtmuseum:
Sonntag, 9. Oktober
Rückert in Erlangen - Rückerts Erlangen
Kalligraphie, Poesie, Musik, Mitmachaktionen und Führungen für jedes Alter bei diesem Museumsfest.
11 - 18 Uhr

Donnerstag, 20. Oktober
 „Was noch zu veröffentlichen bleibt - Materialien aus Rückerts Nachlass“
Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Bobzin
19 Uhr

Dienstag, 8. November
„Weltpoesie ins Weltversöhnung“: Friedrich Rückert aus (indo)germanistischer, orientwissenschaftlicher und musikwissenschaftlicher Sicht. (Symposion)
Mit Beiträgen der Professoren Georges Tamer, Lutz Edzard, Gunnar Och, Konrad Klek und Stefan Schaffner.


Stadtmuseum Erlangen
Ausstellung: Der Weltpoet. Friedrich Rückert (1788-1866)
Martin-Luther-Platz 9
91054 Erlangen

Öffnungszeiten:
Samstag, Sonntag, Feiertage  11 - 17 Uhr
Dienstag - Freitag  9 - 17 Uhr,  Donnerstag bis 20 Uhr



Copyright: Bilder: B. Agada, Verwendung nicht gestattet !

Montag, 18. Juli 2016

AKWABA 8.Afrika-Tage in Erlangen: "Afrikanischer Kunstsalon" : Nordafrika - Die Schönheit des Maghreb

AKWABA 8.Afrika-Tage in Erlangen:  „Afrikanischer Kunstsalon“: Nordafrika - Die Schönheit des Maghreb in Wort, Bild und Tanz

Die Maghreb-Länder  (Wikipedia)
Der „Afrikanische Kunstsalon“ widmet sich dieses Jahr dem Thema Nordafrika. Die Schönheit der Maghrebländer Tunesien - Algerien - Marokko werden am Donnerstag, 21. Juli im Kulturpunkt Bruck in Erlangen in Wort, Bild und Tanz vorgestellt.

Der Maghreb, auf Arabisch Westen, umfasst die Länder an der südlichen Mittelmeerküste. Nur vierzehn Kilometer trennen Spanien und Marokko. Algerien ist das größte Land Afrikas, Tunesien eines der beliebtesten Urlaubsländer. Die friedlichen Revolutionen der Bürger haben die Machthaber in Tunis und Kairo vertrieben. Als erstes Land hat Tunesien Schritte in Richtung Demokratie unternommen, bis zur Umsetzung braucht es noch Geduld.

Jedes dieser wunderschönen Länder hat seine eigene Geschichte und Kultur, wobei es auch Gemeinsamkeiten, wie die Religion gibt. Schon bei der Sprache fangen die Unterschiede an. Während das Hocharabische in allen Ländern dasselbe ist, gibt es das marokkanische, algerische und tunesische Arabisch mit Wörtern aus den Sprachen der Eroberer, die im Laufe der Geschichte nach Nordafrika kamen. Viel wichtiger für die Bevölkerungen sind die Berbersprachen, von denen es in den Ländern auch mehrere gibt, denn die Berber sind die Urbevölkerung Nordafrikas, während die Araber erst im 8. Jahrhundert mehr oder weniger friedlich einwanderten. 

Tajine (B.Agada) 
Auch in der Küche gibt es Varianten. Während in Marokko die Tajine als Nationalgericht angesehen und in Westalgerien ebenfalls gern gegessen wird, ist diese Art der Zubereitung von Gemüse und Fleisch in Tunesien fast völlig unbekannt.
Darüber und über vieles mehr informieren die Veranstalter des Abends im Kulturpunkt Bruck in Erlangen.


Der „Afrikanische Kunstsalon“, kreiert von Monika Adele Camara vom AFRIKUCO-Institut aus Nürnberg, widmet sich, gemeinsam mit Birgit Agada, Touristikmanagerin und Autorin aus Erlangen, der Literatur, den Tänzen, der Musik und den Bildern Nordafrikas. Die großartige Verschiedenheit der nordafrikanischen Länder Tunesien, Algerien und Marokko wird in vielen Beispielen deutlich.

Kameltrekking in der algerischen Sahara (A.Agada)
Zu Beginn führt Monika Adele Camara durch die Fotoausstellung "Mes Silence du Maghreb" mit Bildern der Karma-Fotografin Sarasvati Devi (Trier) von Porträts und Alltags-Dokumentation aus Tunesien und Marokko. Die Vernissage fand bereits letzten Samstag einen großen Anklang beim Publikum. Birgit Agada präsentiert in dem Bildvortrag „Tajine - Slowfood aus Marokko“ das typische Kochgeschirr aus dem Land des Sonnenuntergangs. Mit Tänzen aus  Marokko leitet Monika Adele Camara über zur Lesung "Sprichwörter, Gedanken und Anekdoten aus Tunesien, Marokko, Algerien", die von Birgit Agada vorgetragen wird. Danach zeigt Monika Adele Camara einen Tanz aus Tunesien. Weiterer Höhepunkt des Abends ist die BildershowAlgerien und Sahara“ von Amma und Birgit Agada, mit Eindrücken aus dem abwechslungsreichen Land.
Mit Rai, der populären Musik aus Algerien lädt Monika Adele Camara abschließend auch das Publikum zum Tanz ein.
Gelegenheit zum Austausch bei nordafrikanischen Snacks und Wein aus Algerien bietet sich bei schönem Wetter im Garten.

„Afrikanischer Kunstsalon“: Die Schönheit des Maghreb in Wort, Bild und Tanz
Wann: Donnerstag, 21.07.2016
Uhrzeit: 18 – 22 Uhr
Ort der Veranstaltung: Erlangen; Kulturpunkt Bruck, Fröbelstr. 6, 91058 Erlangen Bruck (S1 Paul Gossen-Straße oder Bus 284, 294 Langfeldstraße) Eintritt frei 

Copyright: Bilder: A. u. B. Agada, Verwendung nicht gestattet !

Dienstag, 12. Juli 2016

AKWABA 8.Afrika-Tage in Nürnberg: Lesung "Ein Stück Kabylei in Deutschland" mit Dr. Akli Kebaili

In der Kabylei (B.Agada)

AKWABA 8. Afrika-Tage in Nürnberg - „Literatur ohne Grenzen“ mit Dr. Akli Kebaili aus Algerien

Am Donnerstag, den 14. Juli 2016 begrüßen das Amt für Kultur und Freizeit, die Nürnberger Initiative für Afrika (NIfA) und das Naturhistorische Museum ganz besonders herzlich Herrn Dr. Akli Kebaili aus Nordalgerien zur Lesung im Rahmen der 8. AKWABA-Afrika-Tage in Nürnberg. Herr Dr. Kebaili stellt sein Buch „Ein Stück Kabylei in Deutschland“ dem interessierten Publikum in Wort  und Bild vor.

Herr Dr. Kebaili ist ein Masir, ein Berber aus der Kabylei, einer Gebirgsregion, die durchaus mit der Voralpenlandschaft Bayerns oder Österreichs vergleichbar ist. Die kleine Kabylei reicht an das Mittelmeer heran, in den Bergen der großen Kabylei ist Skifahren ein beliebter Sport und die Landschaft mutet so gar nicht „afrikanisch“ an, denn geologisch gehört Nordafrika inklusive des Atlasgebirges zum europäischen Kontinent. Und während des Römischen Imperiums waren die heutigen Länder Tunesien, Algerien  und Marokko ein Teil davon. Sogar die großen Kirchenväter Tertullian, Cyprian stammen aus Karthago in Tunesien und der heilige Augustinus, der auch in Nürnberg präsent ist, und maßgeblich zur Entwicklung der katholischen Kirche beitrug wurde im heutigen Algerien geboren und gründete sein erstes Kloster in der Nähe der heutigen Stadt Annaba in Ostalgerien, unweit der Kabylei.

Masiren oder Berber sind die Ureinwohner Nordafrikas, die Araber sind vom 8. bis 11. Jh. aus dem Osten eingewandert. Auch die Tuareg in der algerischen Sahara und die Mozabiten gehören zu den Berbern Algeriens. Die Berber haben andere Sitten und Gebräuche als die Araber. Die Kabylen haben viele Traditionen bewahrt und davon wird Herr Kebaili erzählen und vortragen.

Dr. Akli Kebaili
Nun  wohnt Herr Kebaili seit einigen Jahren in Deutschland und hat die Deutschen kennen gelernt. Er arbeitet in Frankfurt, studiert hat er in Algier Jura und in Tübingen Politikwissenschaften. In der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) setzt er sich für die Erhaltung der Berbersprachen ein.
Gerade in der heutigen Zeit ist es interessant zu erfahren wie Herr Kebaili Unterschiede und Gemeinsamkeiten in seinem Buch „Ein Stück Kabylei in Deutschland“ herausarbeitet. Seine Bilder werden von Sprichwörtern und Redensarten auf Kabylisch (masirisch) und deutsch ergänzt.


Freuen Sie sich auf einen unterhaltsamen Abend mit Herrn Dr. Kebaili, der zuerst in Bildern einige Eindrücke seiner Heimat zeigt und dann zur Lesung übergeht. Er schildert nicht nur seine „Gedanken über Heimat und Migration“ sondern liest auch aus seinem neuen Roman „Imetti n Bab Idurar“ (Die Tränen eines Riesen“), um den Zuhörern einen Eindruck der bezaubernden Sprache (kabylisch) zu vermitteln.


 „Ein Stück Kabylei in Deutschland“ Vortrag - Lesung - Diskussion
Wann: Donnerstag, 14.07.2016
Uhrzeit: 19 - 21 Uhr
Ort der Veranstaltung: Naturhistorisches Museum, Norishalle - Seminarraum, Marientorgraben 8,  90402 Nürnberg   (U2/21, U3 Wöhrder Wiese)
Eintritt frei 

Montag, 11. Juli 2016

AKWABA 8.Afrika-Tage - Ausstellung "Mes Silences du Maghreb"

Ausstellung in Bruck
AKWABA 8. Afrika-Tage - Erlangen:  „Mes Silences du Maghreb“ von Sarasvati Devi   

Von 9. Juli bis 12. September 2016 stellt die bekannte Kunst-Photographin und Yogini Sarasvati Devi-Beauvais aus Trier Bilder ihrer Karma-Photographie im Kulturpunkt Bruck in Erlangen aus. Sie zeigt Aufnahmen aus Tunesien und Marokko, Schwerpunktregionen der diesjährigen 8. AKWABA Afrika-Tage in Nürnberg und Erlangen. Bei der Vernissage am Samstag, 9. Juli war die Künstlerin persönlich anwesend.


Frau Sarasvati Devi-Beauvais hat die „Karma-Photographie“ entwickelt, um die Energie SamâhaYoga® zu verstärken. Aus Ihrer langjährigen Erfahrung als Kunstphotographin weiß sie, welche Faszination Bilder – insbesondere Bilder aus Nordafrika und dem Orient – auf Menschen der europäischen Kultur ausüben. Durch die Ruhe, die Farben und Ornamente werden Geist und Seele auf eine ganz feinsinnige und behutsame Weise beruhigt, entspannt und besänftigt. Ihre Bilder werden in Frankreich, Deutschland, Ungarn und Tunesien an wechselnden Orten in Galerien ausgestellt.

„ Kunst zugunsten der Gemeinschaft“

 „KarmaPhotography“ ist ein Konzept, das Sarasvati Devi geschaffen hat, um ihre Botschaft mit Hilfe des Karma-Yoga (selbstloser Dienst) zu vermitteln, schreibt Dr. Jan Werquet, Kunsthistoriker aus Berlin. Während ihrer Reisen durch Marokko und Tunesien unterstützt sie Kinder mit Aktionen. Ihr Anliegen ist es, vor Ort Bildung, Selbstwertgefühl, Wohlstand, Liebe und Zuneigung zu stärken und zu unterstützen. Sie sieht ihre Arbeit als „Annäherungsritual der Völker“ an und als Konzept für ein „Ideal der Einheit in der Vielfalt“. Ihre „photographischen Gedanken“ fordern den Beobachter auf, über die Qualität und die Weitergabe der Kultur in all ihren Formen an die nächsten Generationen nachzudenken.

Yoga - Einheit und Harmonie von Körper, Geist und Seele

„In Europa gehen viele Menschen oft  zu verbissen an eine Sache heran. Wege, die man zunächst als Irrwege betrachtet, stellen sich später als genau die richtigen heraus“, beobachtet Sarasvati Devi.  Beim Yoga wie auch im Alltag sollte man den Weg der Mitte finden und nicht in Extreme verfallen. Wichtige Elemente des Yogas sind verschiedene Körperhaltungen, Atemübungen und die Meditation, die sie in ihren Kursen in Trier anbietet.

„Weltbürgerin“ mit Liebe zu verschiedenen Kulturen

Frau Sarasvati Devi wurde im schönen Burgund geboren, sieht sich aber als Weltbürgerin. Lange Jahre arbeitete sie als Dozentin für Französisch in der Wirtschaft in Frankreich, Luxemburg und Deutschland. Nach ihrem Philosophie- und Literatur-Studium entdeckte sie während zahlreicher Reisen in Asien, die fernöstliche Ganzheits-Philosophie. Sie lebte in Südamerika und Tunesien. Durch diese Erfahrungen im Ausland versteht sie sich als „Botschafterin der verschiedenen Sichtweisen der Kulturen – Einheit und Harmonie, wie das Wort Yoga übersetzt wird.“

Mes Silences du Maghreb
Vernissage: Samstag, 9. Juli 2016 von 18 bis 21 Uhr
Ausstellung: 9.Juli - 12.September 2016
Ort der Veranstaltung: Kulturpunkt Bruck, Fröbelstr. 6, 91058 Erlangen
Öffentliche Verkehrsmittel: S1-Paul Gossenstr oder Bus 284 und 294 Buckenhofer Weg bzw. Langfeldstr


Mittwoch, 6. Juli 2016

AKWABA 8. Afrika-Tage in Nürnberg und Erlangen: Schwerpunktregion Maghrebländer Algerien - Marokko - Tunesien


Am Wochenende beginnen die 8. AKWABA-Afrika-Kulturtage in Nürnberg und dieses Jahr auch in Erlangen. Schwerpunktregion sind die Maghrebländer Algerien – Marokko – Tunesien.
Die AKWABA Afrika-Tage beschäftigen sich mit Themen aus Kultur, Wirtschaft, Politik, es gibt Diskussionen, Lesungen, Bildvorträge, Musik, Spiel und Spaß. 


Als Teilnehmer und Aussteller möchte ich folgende Veranstaltungen besonders hervorheben:

Gäste & Buch
Vorabveranstaltung am Donnerstag, 07.07.2016 im Künstlerhaus ist der Beitrag zu den beliebten Mittagslesungen Gäste & Buch. Bei freiem Eintritt und einer Tasse Kaffee oder Tee dürfen Sie sich entspannt zurücklehnen und der Präsentation des  Tuareg-Romans „Azahru - wer den Weg verliert“ von Richard Mackenrodt lauschen, den  Frau Birgit Agada vorstellt.
Wann: Donnerstag, 07.07.2016
Uhrzeit: 14 - 14:45 Uhr
Ort der Veranstaltung: Künstlerhaus im KunstKulturQuartier, ehemals K4,  - Hinterzimmer
Königstr. 93 (Tourist Office), 90402 Nürnberg gegenüber des Nürnberger Hauptbahnhofs 

Präsentation der Gruppen
Am Sonntag, 10.07.2016, dem Tag der Präsentation der Gruppen, stellen sich alle Vereine, Gruppen und Einzelpersonen, die einen Beitrag zu Afrika bzw. Nordafrika leisten, auf dem Erfahrungsfeld der Sinne an der Wöhrder Wiese in Nürnberg vor. Von 9-17 Uhr können sich die Kinder an den Spielgeräten ausprobieren und die Erwachsenen an den Zelten und Ständen mit den Ausstellern unterhalten und die eine oder andere Spezialität probieren. Das bunte Fest endet so rechtzeitig, dass alle Fußballfans das Endspiel anschauen können.
Wann: Sonntag, 10.07.2016
Uhrzeit: 10 – 17.00 Uhr
Ort der Veranstaltung: Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne an der Wöhrder Wiese (U2/21), Nürnberg

Lesung
Ein besonderer Höhepunkt für alle Algerier wird die Lesung am Donnerstag, 14.07.2016 mit Herrn Dr. Akli Kebaili aus Frankfurt werden. Er liest aus seinem Buch „Ein Stück Kabylei in Deutschland“ und gibt in einer Bildershow einen Einblick in seine Heimatregion Kabylei. Danach präsentiert er seinen Roman „Imeṭṭi n Bab Idurar“  (Die Tränen eines Riesens). Anschließend gibt es die Gelegenheit sich mit dem Autor zu unterhalten.
Wann: Donnerstag, 14.07.2016
Uhrzeit: 19 – 21 Uhr
Ort der Veranstaltung: Naturhistorisches Museum(U2/21 Wöhrder Wiese), Nürnberg

Afrikanischer Kunstsalon in Erlangen
 - Die Schönheit des Maghreb in Wort, Bild und Tanz -
Die großartige Verschiedenheit der nordafrikanischen Länder Tunesien, Algerien und Marokko werden an diesem Abend präsentiert. Zu Beginn führt Frau Camara durch die Fotoausstellung "Mes Silence du Maghreb" mit Bildern von Porträts und Alltags-Dokumentation aus Tunesien und Marokko. Birgit Agada präsentiert in dem Bildvortrag „Tajine - Slowfood aus Marokko“ das typische Kochgeschirr aus dem Land des Sonnenuntergangs. Mit Tänzen aus  Marokko leitet Monika Adele Camara über zur Lesung "Sprichwörter und Gedanken aus Tunesien, Marokko, Algerien". Danach zeigt Frau Camara einen Tanz aus Tunesien. Weiterer Höhepunkt des Abends ist die Bildershow „Algerien und Sahara“ von Amma und Birgit Agada, mit Eindrücken vom größten Land Afrikas. Mit Rai, der populären Musik aus Algerien lädt Monika Adele Camara abschließend auch das Publikum zum Tanz ein.
Gelegenheit zum Austausch bei nordafrikanischen Snacks und Wein aus Algerien bietet sich bei schönem Wetter im Garten.
Wann: Donnerstag, 21.07.2016
Uhrzeit: 18 – 22 Uhr
Ort der Veranstaltung: ERLANGENKulturpunkt Bruck, Fröbelstr. 6, 91058 Erlangen Bruck (S1 Paul Gossenstr oder Bus 284,294 Langfeldstr)

Ausführliche Informationen finden Sie hier im Programmheft.

Wir freuen uns auf Sie und laden Sie herzlich ein dabei zu sein bei den 8. AKWABA-Afrika Tagen mit Hauptthema MAGHREB.

Samstag, 2. Juli 2016

AKWABA 8.Afrika Kulturtage beginnen bei den Nürnberger Mittagslesungen

AKWABA 8. Afrika-Tage in Nürnberg (5)  Mittagslesungen im Juli mit TUAREG-Roman

An den beliebten Mittagslesungen im Künstlerhaus (KunstKulturQuartier), ehemals K4, beteiligen sich auch in diesem Jahr die AKWABA-Afrika-Kulturtage. Bei freiem Eintritt und einer Tasse Kaffee oder Tee dürfen sich die interessierten Zuhörer entspannt zurücklehnen und den Vorträgen der Damen und Herren lauschen, die ihre Lieblingsbücher vorstellen.

Im Rahmen der AKWABA - Afrika-Kulturtage präsentiert Frau Birgit Agada am Donnerstag, 07.07.2016 den Roman „Azahru - wer den Weg verliert“ von Richard Mackenrodt.

Der Regisseur ist einer interessanten und spannenden Geschichte auf die Spur gekommen, die im Kern wahr ist:

In den 1930er Jahren reiste ein deutsches Ehepaar über Libyen in die nigrische Sahara - die Ténéré.
Der Ethnologe Franz und seine Frau Luise, eine Malerin, versuchen sich mit den dortigen Tuareg anzufreunden, die mit ihren Karawanen Salz und Hirse durch die Wüste transportieren.
Eines Tages kommt jemand in die Sahara, der einen Jungen sucht. Welche Absichten hat dieser Fremde?
Bei den Tuareg lebt ein Junge, der etwas anders aussieht als die anderen. „Das ist halt so“, erklärt der Amenokal, das Oberhaupt der Gruppe den Kindern, „auch bei den Kamelen und Ziegen gibt es helleres und dunkleres Fell, so ist das auch bei der menschlichen Haut - die eine ist heller, die andere dunkler. Trotzdem sind alle Menschen gleich.“
Lassen Sie sich überraschen.

Anschließend wird sich die Moderation mit der Vortragenden über das Gelesene austauschen.

Die Programmkarten für Juli liegen in der Kulturinformation und anderen Kultureinrichtungen aus.  

Eintritt frei
Wann: Donnerstag, 07.07.2016
Uhrzeit: 14:00 - 14:45 Uhr
Ort der Veranstaltung: Künstlerhaus im KunstKulturQuartier - Hinterzimmer
Königstr. 93
90402 Nürnberg

Weitere Informationen zur Lesereihe bekommen Sie bei Madeleine Weishaupt Tel. 0911/3263525, Katharina Gloser Tel. 0911/397142, Elke Thoma & Christiane Rumpf Tel. 0911/231 3365 oder über die Internetseite:  Nürnberger Mittagslesungen