Sonntag, 13. April 2014

Wieder Tote im Tal des M'Zab

Tote bei schweren Unruhen im M'zab in Zentralalgerien

Wenige Tage vor den Präsidentschaftswahlen am 17. April 2014 in Algerien erschüttern schwere Unruhen die von der Berber-Minderheit der Mozabiten bewohnte Region des Oued Mzab im Zentrum des nordafrikanischen Landes. Bei bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Mozabiten und Arabern starben an diesem Wochenende zwei Menschen in Berriane (45 km nördlich) und Ghardaia mehrere Dutzend Personen wurden verletzt, erklärte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Sonntag in Göttingen. Nachdrücklich forderte die GfbV die Regierung Algeriens auf, die Krise im Mzab endlich ernster zu nehmen und sich um eine politische Lösung der eskalierenden Spannungen zwischen Mozabiten und Arabern zu bemühen.

Seit Dezember 2013 sind bei Auseinandersetzungen im Mzab, vor allem in Berriane und Guerrara, rund 45 und 100 km nördlich des Hauptortes Ghardaia, mindestens sieben Menschen getötet, mehr als 400 Personen verletzt sowie hunderte Geschäfte, Firmen, Plantagen und Wohnhäuser zerstört worden. Allein in der letzten Woche wurden bei Straßenschlachten zwischen den verfeindeten Gemeinschaften 40 Jugendliche verletzt. „Algeriens Regierung muss jetzt endlich handeln und darf die Ängste der Berber vor einer weiteren Marginalisierung durch arabische Neusiedler nicht länger ignorieren“, erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius.

Die blutigen Auseinandersetzungen im Mzab überschatten die letzten Vorbereitungen für die Präsidentschaftswahl, die am kommenden Donnerstag in Algerien stattfinden wird. Zwar hatte die algerische Regierung im März 2014 mehr als 10.000 Polizisten in die Unruheregion entsandt, um neue Übergriffe zu verhindern. Doch die Einwohner werfen den Ordnungskräften vor, nicht neutral zu sein, sondern Partei für die arabische Bevölkerungsgruppe zu ergreifen.

Das landschaftlich und architektonisch herausragende Oasen-Tal des Mzab, das rund 600 Kilometer südlich der Hauptstadt Algier liegt, steht seit 1982 unter dem UNESCO-Weltkulturerbe-Schutz. Das Tal mit seiner größten Stadt Ghardaia wird von rund 300.000 Berbern (Mozabiten) und 100.000 Arabern bewohnt. Die Zahl der Araber hat in den letzten Jahren sprunghaft zugenommen. Immer neue Dörfer und Stadtviertel werden von arabischen Neusiedlern aufgebaut, während sich zugleich die wirtschaftliche Lage des Mzab verschlechterte. So haben die Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen zugenommen. Die Mozabiten werfen Arabern vor, die traditionelle Siedlungsstruktur des Mzab systematisch zu ihren Ungunsten zu verändern. „Jugendbanden beider Seiten sind inzwischen schwer bewaffnet und liefern sich ständig neue Kämpfe“, erklärte Delius.
„Auch Salafisten mischten sich unter die jungen Araber und stifteten Jugendliche an, Gräber der gemäßígten muslimischen Mozabiten zu verwüsten.“ Geschürt werden die Spannungen noch durch die katastrophale Jugendarbeitslosigkeit, der Algeriens Präsident Abdelaziz Bouteflika mit Hilflosigkeit begegnet.

Weitere Informationen erhalten Sie durch die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV):
Ulrich Delius Tel. 0160 95671403




Freitag, 4. April 2014

Air Algérie fliegt nach Wien

Seit dem 02. April 2014 fliegt die Air Algérie wieder von Algier in die österreichische Hauptstadt Wien.

Flugtage sind Mittwoch und Samstag.

Flugzeiten:
Algier - Wien    15.05 - 18.35 Uhr
Wien - Algier    19.55 - 21.25 Uhr

Die österreichische Wirtschaftskammer ist sehr erfreut über diese neue Flugverbindung, ist Algerien doch einer der wichtigsten Handelspartner in Afrika.
Air Algerie CEO Boultif Mohamed Salah betont die Bedeutung der Flugstrecke für Geschäftsleute sowie für den Kulturtourismus, wie das österreichische Luftfahrtmagazin Austrian Wings zu berichten weiß.

Gebucht werden können auch diese Flüge im Reisebüro AFRIKA WELT REISEN
Mail. Info@Afrika-Welt-Reisen.de oder Tel. 09131 30 46 50

B.Agada