Montag, 22. Juli 2013

Mali und die Tuareg

Vom 13.September bis 25. Oktober 2013 zeigt das Institut Français in Mainz die Bilderausstellung „Mali und die Tuareg“ 
  
Copyright Ferhat Bouda
Der Fotograf Ferhat Bouda stammt aus der Kabylei in Algerien und lebt in Frankfurt/Main. 

2012 bereiste er den Norden Malis und dokumentierte die Situation der dort lebenden Tuareg. Er wurde mit seinen Bildern quasi über Nacht berühmt, als Der Spiegel, Die Welt, El Watan und andere, beim Eingreifen der französischen Armee auf seine Bilder zurückgriffen.

Ferhat Bouda fühlt sich von den Minderheiten in anderen Ländern angezogen, besuchte die Berber in seiner Heimat Kabylei und in Libyen und reiste unter anderem in die Mongolei und zu den Tuareg nach Mali, um auf ihre Probleme aufmerksam zu machen.   

Als junger Mann setzte er sich schon für die Anerkennung der Berbersprachen in Algerien ein,  er begann in Paris mit dem Studium des Films und der Fotografie, damit, wie er sagt „seine Großmutter Filme in der Berbersprache anschauen und verstehen kann“, bevor er 2005 nach Frankfurt umzog.

2007 wurde das Amt für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt am Frankfurt/Main auf seine Arbeiten aufmerksam und engagierte ihn für die jährlich erscheinenden Kalender „Feste der Völker“ (2008 bis 2010), die die über 170 verschiedenen Nationalitäten zeigen, die in Frankfurt leben und dort ihre Feste feiern. 2012 erschien das Buch „Feste der Welt - Welt der Feste“ mit seinen Aufnahmen. Seit 2010 arbeitet Ferhat Bouda für die deutsche Presseagentur (dpa).

Ferhat Bouda ist bei der Vernissage am 13. September um 19 Uhr anwesend.

Der Bayreuther Ethnologe Prof. Georg Klute wird dabei über die Tuareg und ihre historische und gegenwärtige Lage im Mali berichten.

Institut Français de Mayence im Palais Schönborn
Schillerstraße 11
55116 Mainz

Ausstellung:   13.09. bis 25. 10. 2013
Informationen: Tel: 06131-28 22 914

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 9.30 - 13.00 Uhr und 14.30 - 18.00 Uhr Eintritt frei

InternetMali und die Tuareg 

Dazu die Internetseite des Fotografen Ferhat Bouda

 
Das Institut Français Deutschland wurde 2009 geschaffen und ist der Dachverband der französischen bzw. deutsch-französischen Kultureinrichtungen in ganz Deutschland. Der Leiter dieses Dachverbands ist zugleich auch Leiter der Kulturabteilung der Französischen Botschaft. In Deutschland gibt es bundesweit 11  Instituts Français und 10 Deutsch-Französische Institute, darunter in Mainz und Erlangen.  Das ganze Jahr über bietet das Institut Français Deutschland ein umfangreiches und hochwertiges Kulturprogramm. Im Rahmen von Vorträgen, Debatten, Lesungen, Konzerten, Film-und Theatervorführungen, Ausstellungen usw. vermittelt es bundesweit die französische Kultur.

Das Institut Français Mainz besteht seit über 60 Jahren und befindet sich mitten in der Stadt im Palais Schönborn, einem Haus im Barockstil. 1942 wurde das Gebäude teilweise zerstört und mit französischer Hilfe wieder aufgebaut. Das kulturelle Programm des Institut Français/Maison de France wird in enger Kooperation mit den institutionellen und kulturellen Partnern (Johannes Gutenberg Universität, Stadt Mainz, Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur Rheinland-Pfalz, CinéMayence…) organisiert, die der französischen und frankophonen Kultur sehr zugewandt sind.  

Institut Français Mainz
Palais Schönborn
Schillerstraße 11
55116 Mainz


In Erlangen ist das Deutsch-Französische Institut (dFi) zu einem festen Bestandteil des Kulturlebens der Stadt geworden. Seit 2001 werden hier Französischkurse für alle angeboten. Ergänzt wird das kulturelle Angebot durch Filme in Originalsprache, Auftritte von französischen oder französischsprachigen Musikgruppen, Theaterstücke,   Diskussionsrunden zu aktuellen Themen,  Workshops mit Jugendautoren und literarische Begegnungen, weiterhin die Teilnahme an großen regionalen Veranstaltungen wie dem Comicsalon, dem Internationalen Figurentheaterfestival, oder auch dem Bardentreffen.

Deutsch-Französisches Institut
Südliche Stadtmauerstr. 28
91054 Erlangen
Telefon 09131 / 97 91 37-0
 team@dfi-erlangen.de

Birgit Agada


Donnerstag, 18. Juli 2013

Wenn die Urlaubsliebe nach Hause kommt

Mit arabischen Grüßen
Sommer, Sonne, Meer - Urlaub. Silke will so richtig die Seele baumeln lassen und die freien Tage genießen. Abschalten vom Stress der Arbeit im Büro. Sie entschließt sich für eine Reise nach Tunesien. Silke ist mal wieder Single, da kann ein kurzer Urlaubsflirt nicht schaden.


Das Hotel liegt direkt am Strand, es sind wenig andere Urlauber hier, die Hotelangestellten bewirten und betreuen Silke wie einen Star. Sie fühlt sich wohl und Komplimente hört jede Frau gern.

Samir kommt besonders oft an ihren Tisch. Er schenkt ihr immer frische Blumen, ihr Zimmer duftet schon herrlich nach Jasmin, Rosen und Henna. Am Abend lädt Samir Silke zu einem Fest im nahegelegenen Dorf ein. Das Orangenblütenfest ist eine gute Gelegenheit, die einheimische Kultur kennenzulernen. Man kommt sich näher, die Band spielt fetzige arabische Klänge zum Mittanzen. Silke fühlt sich pudelwohl und genießt den Abend. Plötzlich liegt sie in Samirs Armen, der mit ihr in den siebten Himmel zu tanzen scheint. „Du bist meine Jasminblüte“, flüstert er in ihr Ohr. Dann bringt er Silke ins Hotel zurück und verabschiedet sich von ihr. Am nächsten Tag lädt er Silke zu einem Ausflug in die Dünen ein…

Große Liebe im Urlaub finden

So oder so ähnlich beginnen viele Urlaubslieben. Oft bleibt es beim Flirt, manchmal wird die vermeintlich große Liebe daraus. Dann fliegen Frauen wie Silke, so oft sie können, nach Tunesien, Kenya, Marokko und in andere „exotische“ Länder. Sie sind von der fremden Kultur fasziniert und die Männer dort verstehen sich aufs „Komplimente verteilen“, während deutsche Männer zunehmend nur den Beruf, Fußball und Fernsehen im Kopf haben und ihre Frauen als bessere Haushälterin abfertigen.

Urlauberinnen sind Ziel von Bezness

Doch die Männer haben ein bestimmtes Ziel: Bezness (Geschäft). Sie wollen nach Europa kommen, um eine oder eine bessere Arbeit zu finden. Da es auf normalem Weg immer schwieriger wird, ein Visum bzw. eine Arbeitsgenehmigung offiziell zu erhalten, und ihre Kollegen, die es „geschafft“ haben, mit ihrem „erarbeiteten Wohlstand“ angeben, probieren sie es über den Umweg des Urlaubsflirts ihr Land zu verlassen. Die europäische Frau hat genug Geld, um sie alle paar Monate zu besuchen und ihnen Geschenke aus Europa mitzubringen, denken sie. Da wird es wohl auch für die „Samirs“ Möglichkeiten in Europa geben, Geld für ihre Familien zu verdienen.

Er tut alles für Sie (und sein Ziel)

Wenn dann die Urlaubsliebe ihre Adresse herausgibt, ihn womöglich noch einlädt oder sogar heiratet, dann haben sich seine Bemühungen gelohnt, hofft er und tut alles für sie. Die Frau träumt noch von der großen Liebe, auch wenn die Anzeichen des „Ausgenutztwerdens“ immer deutlicher werden.

Es fehlt das Interesse Land und Leute wirklich kennen zu lernen

Inzwischen ist Samir bei Silke eingezogen und auf die große Liebe folgt der Alltag. Silke hat sich vor dem Urlaub nicht über Land und Leute und ihre Kultur informiert, sie weiß nichts über die Sitten und Gebräuche in Tunesien. Samir weiß zu wenig von Silke und dem schwierigen Leben in Deutschland und eine gut bezahlte Arbeit findet er auch nicht. Der Frust auf beiden Seiten wird groß. Aus dem Urlaubsflirt ist Urlaubsfrust geworden. Wie soll es weitergehen?

Samirs Hoffnung auf ein besseres Leben in Silkes Heimat ist vergangen, Silkes Hoffnung auf die große Liebe mit Samir ist verblasst. Das fehlende Interesse, die jeweils andere Kultur wirklich kennen lernen zu wollen, die Wahrheit dahinter, das sind Themen der Bücher des Tunesiers Amor Ben Hamida. Er ist in der Schweiz in einem Kinderheim aufgewachsen und kennt beide Seiten, die Hoffnung der tunesischen Männer und die Schweizer und europäischen Frauen und ihre Träume. Seine Bücher dienen der Aufklärung und zeigen auch die Gedanken der Männer deutlich.

Sie können die überaus interessanten und wissenswerten Bücher von Amor Ben Hamida bei AFARA - Bücher aus Afrika, Maghreb undArabien bestellen. 

Autorin: Birgit Agada




Montag, 15. Juli 2013

Tlemcen, Stadt der Kunst und Geschichte in Westalgerien

Blick auf Tlemcen vom
Hausberg Lalla Setti 
Bei seinem Antrittsbesuch im Dezember 2012 in Algerien, besuchte der jetzige französische Präsident Francois Hollande, neben der Hauptstadt Algier auch Tlemcen. Die Blütezeit erlebte Tlemcen zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert. Die Stadt war das Pendant zur marokkanischen Stadt Fes und zur andalusischen Metropole Granada und erhielt Beinamen wie „Perle des Maghreb“ oder „Granada Afrikas“.
Von hier stammt der algerische Staatspräsident Abdelaziz Bouteflika. Bevor Tlemcen 2011 Hauptstadt der islamischen Kultur wurde, eröffnete der Präsident eine Seilbahn, die das Stadtzentrum mit dem Aussichtsberg Lalla Setti und dem neuen Hotel Renaissance verbindet. Zahlreiche Renovierungsarbeiten wurden abgeschlossen und Tlemcens Stadtbild erstrahlt in neuem Glanz.

Obstgarten der Römer         

Tilimsin (Tala imsan) bedeutet in der Sprache der Tamazirt (Berber) Quellen und weist auf die fruchtbare Landschaft hin, die Römer nannten es Pomaria (Obstgarten). Seit der Steinzeit besiedelt,  hinterließen alle Epochen über die großen Berberdynastien  bis zu den Osmanen und Franzosen ihre Spuren.
Strategisch wichtig liegt Tlemcen auf etwa 600 Metern Höhe, umgeben von Hügeln des Plateaus der Lalla Setti (bis 1000 m), an der Kreuzung  von Karawanenwegen, die die Mittelmeerküste im Norden mit dem alten Sidjilmassa (Ostmarokko) und Mali im Süden und, zu seiner Blütezeit vielleicht noch wichtiger, den Osten Algeriens, Tunesiens und der arabischen Länder mit Marokko und dem ehemals berberisch-arabischen Andalusien im Westen verbanden.
Nicht nur als Handelsplatz hatte Tlemcen eine wichtige Funktion, es wurden auch eigene Waren produziert, vor allem Obst (Kirschen), Gemüse und Oliven gedeihen hier prächtig. Darüber hinaus entwickelte sich Tlemcen zu einer Stadt geistigen, religiösen und kulturellen Denkens, in der sich Wissenschaftler, Sufis, aber auch Handwerker und Künstler niederließen.

Die großen Berberdynastien gaben sich in Tlemcen die Ehre

Zur Zeit der arabischen Einwanderungen wurde Tlemcen für die Idrissiden (um 790) ein geeigneter Ort, um Vorratsspeicher anzulegen und so hieß die Siedlung zuerst Agadir.
Die Ermordung eines Oberhauptes der Zenata-Berber Beni Ifren durch die arabischen Fatimiden provozierte einen Aufstand und die Fatimiden konnten 955 erfolgreich verjagt werden. Das Ende der Beni Ifren kam durch die Murabitun-Berber (Almoraviden) um 1088, die etwas weiter westlich die Stadt neu gründeten und sie Tagrart nannten. Während dieser Zeit vergrößerte sich Tagrart und schloss Agadir ein. Der Name Tilimsan (Quellen) wurde zum ersten Mal erwähnt. Die große Moschee aus dem 11. Jahrhundert, im 13. Jahrhundert erweitert, ist ein Juwel der berberisch-maurischen Architektur.
Nachfolger wurden im 12. Jahrhundert die Muwahhidun-Berber (Almohaden), die beide Städte befestigten, die Noblen wohnten in Tagrart, die einfache Bevölkerung blieb in Agadir. Schutzmauern umschlossen Paläste, Karawanserails und Gärten. In Tilimsan wurden die Münzen des Reiches geprägt. Die Muwahhidun errichteten einen Hafen in Honaine, der die Entwicklung des Handels zwischen Afrika und dem Mittelmeer förderte.

1235 wurde Tilimsan wieder von Berbern unter Yghomracen Ibn Zyan erobert, der zur Gruppe der Zenata-Abdelwadiden gehörte. Fortan wurde nur noch berberisch gesprochen, denn der König der Ziyaniden (nach Zyan), sprach kein Wort arabisch und regierte bis zu seinem Tod knapp fünfzig Jahre. 
Inzwischen hatten die Meriniden die Muwahiddun in Marokko abgelöst. Unter Abou Yacoub belagerten sie ab 1299 Tlemcen und errichteten ein Militärlager. Da die Belagerung sehr lange dauerte, entwickelte sich eine ganze Stadt mit Mauern, Palästen, Moschee, Bädern und Marktviertel. Sie nannten ihren Ort „El Mahala el Mansoura“, das siegreiche Lager. 1307 wurde Abou Yacoub ermordet und die Belagerung abgebrochen. Die Ziyaniden zerstörten Mansoura so gut es ging, doch die Meriniden kehrten zurück, bauten Mansoura wieder auf und blieben von 1337 bis 1359. Ganz Tlemcen stand nun unter ihrer Verwaltung. Das heute weithin sichtbare Minarett der Mansoura-Moschee wurde gerade renoviert. Es ähnelt denen in Marokko, besonders dem der Kutubiya-Moschee.
Die nachfolgenden Ziyandien des Abu Hammou Moussa I. konnten Tlemcen wieder zurückerobern und erweitern. Im Zentrum der Stadt liegt der Mechouar (Versammlungshof) mit  der Zitadelle und dem Palast des letzten Zianiden-Herrschers Abou Hammou Moussa II. aus dem 14. Jahrhundert, dessen Renovierungsarbeiten bald abgeschlossen werden.

Historiker und Philosophen  

1370 kam der große Historiker Ibn Khaldun nach Tlemcen, der die Geschichte der Berber und wichtige philosophische Bücher schrieb. Er lehrte in der, nach ihm benannten Medersa Khaldouniya, einer Schule, in der die Studenten auch wohnten, im Stadtviertel El Eubbad. Hier steht in der Nachbarschaft die Moschee des Schutzpatrons von Tlemcen, Sidi Boumediène. 

Moschee Sidi Boumediènne
Zur kleinen Moschee von Sidi Boumediène aus dem 14. Jahrhundert im Stadtteil El Eubbed pilgern jedes Jahr viele Leute aus nah und fern, denn der Mystiker, Poet und Wissenschaftler Abou Madyane (Sidi Boumediène) war und ist als „Professor der Professoren“ im ganzen Maghreb bekannt, wie auch der Philosoph Ibn Rushd (Averroes), der zur selben Zeit lebte und lehrte. Sidi Boumediène wurde in Sevilla um 1126 geboren und studierte in Fes Theologie und die Geheimnisse des Sufismus. Auf seinem Weg in den Orient kam er nach Tlemcen. In Mekka lernte er Cheikh Sidi Abdelkader el Djilali und al Ghazali kennen und ergänzte sein Wissen. Er lehrte in Bagdad und durch seine Aufsätze und Ansichten gewann er zahlreiche Anhänger. Während der Kreuzzüge kämpfte er an der Seite von Saladdin und verlor im Kampf eine Hand. Auf seinem Weg nach Marrakech machte er wieder Halt in Tlemcen, lehrte dort und starb 1197. Abou el Hassan (der schwarze Sultan) ließ im 14. Jahrhundert die Moschee und die Medersa bauen, das Grab von Sidi Boumediène befindet sich gegenüber des Eingangs zur Moschee. Dies ist einer der heiligen Orte in Tlemcen und die Moschee ein Meisterwerk der spanisch-maurischen Architektur mit dem Minarett, das von mehrfarbigen Ziegeln geschmückt ist.

Wissenschaft, Musik, Poesie und Handwerk

Das Sultanat von Tlemcen erreichte seinen Höhepunkt um das 15. Jahrhundert. Wissenschaftler, Religionsmänner, Künstler strömten aus allen Himmelsrichtungen herbei, man zählte bereits fünf Medersen. Die Verbindungen zwischen den Ziyaniden aus Tlemcen und den Nasriden in Andalusien befruchteten sich gegenseitig. So erhielt Abou Tachfin ibn Abu Hammou seine fürstliche Erziehung im Palais Alhambra in Granada. Tlemcen entwickelte sich zur Zwillingsstadt von Granada in Afrika,  besonders als während der Reconquista Muslime und Juden aus Spanien vertrieben wurden, ließen sie sich in Tlemcen und Umgebung nieder. Sie brachten ihre Musik, Poesie und Handwerk mit. Dichter und Denker, Künstler und Handwerker wurden feierlich empfangen. Die andalusische Musik spielt in Tlemcen auch heute noch eine große Rolle und viele Meister der Musik stammen von hier. So wurden die verschiedenen Stile dieser Musik erhalten und weiterentwickelt.

Ab 1550 fiel die Ziyanidendynastie und Tlemcen geriet unter osmanische Herrschaft, bis ab 1830 Frankreich in Algerien einmarschierte und versuchte die Spuren der großartigen Berberreiche zu eliminieren. 1831 wurde Tlemcen besetzt.
Doch das reiche Erbe reiste bereits um die Welt durch das Wissen, die Musik, die Handwerkskunst und deren Produkte wie Teppiche und Stickereien, die sich auf den Märkten des Okzidents und Orients finden.

Tlemcen heute

Heute ist Tlemcen eine tolerante und saubere Stadt mit reichem historischem Erbe. Moscheen, Synagogen und Kirchen haben ihren Platz genauso wie die modernen Gebäude der Universität und Hotels. Die erste französische Touristeninformation in Algerien wurde 1919 im Zentrum von Tlemcen in einer ehemaligen Synagoge, die später zu einer Kirche umgebaut wurde, eröffnet. Das „Schmuckkästchen“ im Westen Algeriens lädt zu einem Besuch ein.


Touristische Informationen:

Rund 550 km von Algier entfernt, auf der neuen Autobahn Est-Ouest zügig erreichbar.
Flüge von Frankfurt über Algier und im Sommer über Oran, dann weiter auf der Autobahn bzw. Schnellstraße
Hotel Les Zianides im Zentrum
Hotel Pomaria etwas ausserhalb Richtung Mansoura
Hotel Renaissance der Mariott-Gruppe auf dem Plateau Lalla Setti über der Stadt, auch per Seilbahn erreichbar

Wasserfall und Brücke El Ourit
bei Tlemcen
Ausflüge:
Nach El Ourit mit einer Brücke, die von Gustave Eiffel (Eiffelturm) erbaut wurde und im weiteren Verlauf zu den größten Tropfsteinhöhlen des Landes: Grottes des Beni Add
Nach Ghazaouet an der algerisch-marokkanischen Grenze zum Baden
Nach Oran mit den dortigen Sehenswürdigkeiten

Reiseführer:
Lonely Planet, Algeria (englisch)
Le petit Futé, Algérie (französisch)
Trescher Verlag, Algerien - Kultur und Natur zwischen Mittelmeer und Sahara (deutsch)

weitere Reiseinformationen unter:  www.Afrika-Welt-Reisen.de und www.Algerien-Infos.de

Text und Bilder: Birgit Agada 
Sie ist Touristikmanagerin und hat den Reiseführer Algerien geschrieben.