Donnerstag, 22. März 2012

Mali: Militärputsch verhindert friedliche Lösung des Tuareg-Konflikts

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) verurteilt den Staatsstreich in Mali. "Der Putsch ist ein schwerer Rückschlag für die Demokratisierung Westafrikas", erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Donnerstag in Göttingen. "Darüber hinaus macht er alle Bemühungen um eine friedliche Lösung der Tuareg-Rebellion zunichte." Denn der nun herrschende Soldatenrat setzt auf eine militärische Zerschlagung der Tuareg- Freiheitsorganisation "Nationale Bewegung für die Befreiung des Azawad" (MNLA) im Norden Malis. "Die gewaltsame Machtübernahme durch das Militär ist ein schwarzer Tag für vor die vor kriegerischen Auseinandersetzungen flüchtende Zivilbevölkerung im Tuareg-Gebiet. Der Exodus wird sich noch weiter verschärfen."

Opposition fordert Waffenstillstand und Verhandlungen

Nach dem Sturz des gewählten Staatspräsidenten Amadou Toumani Touré hat in Mali ...

Mittwoch, 21. März 2012

Tuareg-Konflikt in Mali: Mehr als 217.000 Menschen in der Sahara auf der Flucht

Mehr als 217.000 Menschen sind seit Ausbruch des Tuareg-Konfliktes in Mali im Januar 2012 auf der Flucht, erklärte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag, den 19. März 2012 in Göttingen. "Dringend benötigen vor allem die Flüchtlinge in Niger und Mauretanien mehr Hilfe", sagte der GfbV- Afrikareferent Ulrich Delius. "Neben humanitärer Hilfe sind aber vor allem politische Initiativen der internationalen Staatengemeinschaft notwendig, um einen Waffenstillstand zu erreichen und den Tuareg-Konflikt friedlich zu lösen."

Zahl der Flüchtlinge nimmt stark zu

Weitgehend unbeachtet von der Weltöffentlichkeit sind...

Mittwoch, 14. März 2012

Kein Grund zum Feiern – Anhaltende Menschenrechtsverletzungen in Algerien

50 Jahre Unabhängigkeit Algeriens – Verträge von Evian (18.3.1962)

Göttingen, 14. März 2012
Zum 50. Jahrestag der Verträge von Evian, die die Unabhängigkeit Algeriens von der Kolonialmacht Frankreich regelten, zieht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) kritische Bilanz über die Menschenrechtslage in dem nordafrikanischen Staat. „Algeriens Machthaber sind für den gewaltsamen Tod von zehntausenden Menschen verantwortlich, doch niemand zieht sie zur Rechenschaft“, kritisiert die Menschenrechtsorganisation in einem 13 Seiten umfassenden Memorandum. „Brutale Unterdrückung von Protesten, Straflosigkeit, Korruption, Vetternwirtschaft und die Ausgrenzung nicht-arabischer Minderheiten kennzeichnen bis heute die katastrophale Menschenrechtslage in Algerien.“

„An den Händen der algerischen Führung klebt Blut, denn sie ist mitverantwortlich für den Tod von 120.000 bis 150.000 Menschen während des Bürgerkrieges in den 90er-Jahren“, erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. Mit der illegalen Bewaffnung von Milizen und gezielten Terrorakten des Geheimdienstes DRS schürte der staatliche Sicherheitsapparat die Gewalt. Bis heute ist das Schicksal von mindestens 6.146 namentlich bekannten Verschwundenen noch immer ungeklärt, die während des Bürgerkriegs (1991-2001) vermutlich von Sicherheitskräften entführt, gefoltert und ermordet wurden.

Wurden die Trappisten-Mönche gezielt ermordet ?
„Um international Unterstützung im Kampf gegen radikale Islamisten zu bekommen, ist der Regierung Algeriens jedes Mittel recht“, erklärte Delius. So entführten Geheimdienstmitarbeiter, die die radikal-islamische GIA–Bewegung unterwandert hatten, im März 1996 sieben französische Trappisten-Mönche. Den Mönchen, die bei der Entführung zu Tode kamen, wurde vorgeworfen,...

Sonntag, 4. März 2012

ITB Berlin lädt zur Abenteuerreise um die Welt ein

 Es ist soweit, die Welt trifft sich wieder in Berlin zur Internationalen Tourismusbörse ITB. Vom 7. bis 11. März 2012 präsentieren Aussteller aus 180 Ländern, darunter viele Tourismusämter, Fluggesellschaften und Reiseveranstalter ihre Neuigkeiten und laden zu einer Reise um die Welt ein. Während der ersten Tage tauschen sich Fachbesucher aus. Am Samstag, 10.03. und Sonntag, 11.03. stehen die Hallen am Funkturm dem abenteuerlustigen und (fern)reiseliebenden Publikum offen.

Partnerland Ägypten und Maghrebländer
Diesjähriges Partnerland ist Ägypten, das nach dem "befreienden" arabischen Frühling im letzten Jahr auf zahlreiche Besucher hofft und die Halle 23 komplett angemietet hat.
Auch Tunesien präsentiert sich mit neuen Ideen für eine Reise durch das geschichtsträchtige Land, das weitaus mehr als nur Strand und Sonne zu bieten hat. Die Nachbarländer in Nordafrika, Algerien und Marokko, sind ebenfalls zu Gast und informieren in der gleichen Halle 21 über Reisemöglichkeiten. Das Algerische Fremdenverkehrsamt stellt Kunsthandwerker und Folkloregruppen mit Musik und Tanz vor. Neben Reiseinformationen zu Land und Leuten können sich interessierte Besucher zu Kameltrekking und Saharatouren beraten lassen. Unter anderem ist der Wüstenspezialist Cap Sahara Tours aus Erlangen mit dabei. 

Internationale Tourismusbörse ITB
Messhallen am Funkturm

07.03. - 11.03.2012 für Fachbesucher
10.03. - 11.03.2012 für Publikum
geöffnet von 10 bis 18 Uhr

Eintritt: Tageskarte Privatbesucher: Euro 14,50 Erwachsene, Kinder bis 14 Jahre kostenlos
              Schüler/Studenten Euro 8,00


weitere Informationen:
www.ITB-Berlin.de/
www.Algerien-Infos.de/
www.Cap-Sahara-Tours.de/