Dienstag, 27. Juli 2010

Tuareg Nomaden sind Opfer des Al Qaida-Terrors

Das in der Sahara lebende Volk der nomadisierenden Tuareg leidet massiv unter der Zunahme des Al Qaida-Terrors – und den Folgen des Anti-Terror Kampfes staatlicher Sicherheitsbehörden.

Der Wüstenkampf gegen die Al Qaida bedroht die Tuareg

"Immer weniger Tuareg können vom Tourismus und vom Kunsthandwerk leben, seitdem die nordafrikanische Terrororganisation Al Qaida im Maghreb (AQMI) fast jeden Monat Europäer entführt und ausländische Reisende deshalb die Sahara meiden", erklärte heute in Göttingen Ulrich Delius, Afrikareferent der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Für das Nomadenvolk der Tuareg, die in Niger und Mali zudem noch unter den Auswirkungen einer schweren Dürrekatastrophe leiden und viele ihre Herden verloren haben, sei der Zusammenbruch des Tourismus „lebensbedrohlich“.

Die Tuareg leben vom Tourismus und Nomadentum

Samstag, 17. Juli 2010

Bilal - Als Illegaler auf dem Weg nach Europa


Bilal ist ein Illegaler, unterwegs auf einer der berüchtigsten Transitrouten von Afrika nach Europa. Bilal ist Fabrizio Gatti, der renommierte italienische Journalist, der sich unter diesem Namen als Migrant unter die anderen gemischt hat, um zu erleben, was sie erleben, und davon zu erzählen.

Von Dakar zieht er mit dem Flüchtlingsstrom bis in die Sahara; auf klapprigen Lastwagen durchqueren sie unter unvorstellbaren Entbehrungen die Wüste. Immer wieder werden sie überfallen. Schlepper und korrupte Polizisten wechseln sich darin ab, den Flüchtlingen ihre letzte Habe zu nehmen: Der  moderne Menschenhandel entlang der neuen grossen Trecks ist auch ein brutales, hochprofitables Geschäft.

Viele stranden, manche Spur verliert sich für immer. Die es schaffen, die mit letzten Mitteln die Grenzen passieren, die gefährliche Überfahrt in viel zu vollen Booten übers Meer überleben, erwarten Auffanglager und brutale Abschiebung. Doch sie werden wiederkommen, solange sich das Elend in ihren Heimatländern nicht ändert.

Sahara - Ein Reiselesebuch


Die Sahara - eine Welt am Beginn der Zeit: wüst und leer, noch ohne Geschichte, der "Garten Allahs" ? Nein, viel mehr: ein einzigartiger, kaum überschaubarer Natur- und Kulturraum !

Neben den Berichten früher Forschungsreisender versammelt das Buch aktuelle Reportagen, die sich dem Leben in den Oasenstädten widmen und die den Problemen der Nomaden in einer modernen Welt nachgehen. Nicht zzuletzt kommen jene zu Wort, die in der fasziniernden Leere einen Neuanfang suchten. (Einbandtext)

Lesen Sie dazu die Rezension.

Durch den Sand - Schriftstellerinnen in der Wüste



Florence Hervé ist die Herausgeberin der Anthologie "Durch den Sand - Schriftstellerinnen in der Wüste"
 
Die Wüste ist ein Ort der Träume und Alpträume, des Glücks und des Schmerzes, des Lebens und des Todes. Mythen umgeben sie. Sie ist nicht nur Dürre und Einöde, sie kann blühen. Die Wüste ist Symbol für Unendlichkeit und Freiheit. Faszination und Gefahr stehen nebeneinander.
 
Im Bann der Wüste
 
Schriftstellerinnen wie Nelly Sachs und Ingeborg Bachmann, Isabelle Eberhardt und Gertrude Bell, Assia Djebar und Malika Mokeddem erzählen von überwältigenden Erfahrungen, ungewissen Abenteuern, anderen Kulturen und zwischenmenschlichen Beziehungen und lassen eine ganz besondere Landschaft entdecken.